Kleinkaliber Sportschiessen

Das Kleinkaliberschiessen (KK) ist eine olympische Wettkampfdisziplin und unterscheidet sich nicht stark vom Luftgewehrschießen, nur ist beim Kleinkaliberschiessen die Schiessscheibe zwischen 25 und 100 Meter entfernt und entsprechend grösser. Beim Schiessen mit Kleinkaliberwaffen auf 50 m Entfernung (der Standard-Entfernung) hat der Ringspiegel einen Durchmesser von 15,44 cm und die Zehn ist 10,4 mm gross.

Kleinkaliberwaffen (Gewehr und Pistole) werden im Schiesssport als „Feuerwaffen“ bezeichnet (im Gegensatz zu den Luftdruck-, bzw. Druckluftwaffen).

Beim Luftgewehr wird vor allem stehend geschossen, beim Kleinkaliber stehend, kniend oder liegend (es gibt noch verschiedene „Anfängerstellungen“, zum Beispiel Liegend mit Stütze usw., die jedoch nicht in einem offiziellen Wettkampfprogramm durchgeführt werden.) Die Schiessausrüstung entspricht der beim Luftgewehrschiessen.

In der Schweiz dürfen in Schiesssportvereinen Kleinkaliberwaffen ab dem 14. und unter dem 18. Lebensjahr erst geschossen werden, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten beim Schiessen im Original vorliegt oder ein Sorgeberechtigter beim Schiessen anwesend ist. Beim Schiessen muss eine qualifizierte Schiessaufsicht anwesend sein (und darf dabei nicht mitschießen).


Kleinkalibergewehr

Für das Kleinkaliberschiessen (Gewehr 50m) ist eine grosse Auswahl an Sportgeräten von unterschiedlichen Herstellern erhältlich. Das wichtigste daran ist eindeutig der Lauf, denn dieser hat den grössten Einfluss auf die Präzision des Gewehrs. 

Ob der Schaft aus Holz oder Aluminium gefertigt ist, spielt nur optisch eine Rolle. Ansonsten kommt es nur darauf an, dass das Gewehr gut mit dem Schützen harmoniert. Was das im konkreten bedeutet, darüber gehen die Meinung auseinander: die einen möchten möglichst viel Einstellmöglichkeiten haben, damit sich jeder Winkel und jeder Abstand individuell anpassen lässt. Auf der anderen Seite gibt es Schützen, die möglichst wenig Freiheitsgrade haben möchten, weil sie diese immer auch als Fehlerquellen sehen. Letztlich muss hier jeder die Kombination finden, die am besten zu ihm passt.

Wettkampf

Es gibt verschiedene Arten vom Kleinkaliberschießen: → Gewehrdisziplinen

 

Als „Kleinkaliber-Standard“ wird der „Dreistellungskampf 3x20“ bezeichnet

Die Reihenfolge in der geschossen wird ist in der Sportordnung festgelegt.

Begonnen wird immer mit dem Liegend-Anschlag

Das Gewehr wird durch einen am linken Arm befestigten „Schießriemen“ gehalten. Der Schütze liegt leicht schräg zum Ziel auf einer Unterlage (wie beim Biathlon). In diesem Anschlag werden die besten Ergebnisse erzielt (200 von 200 Ringen sind möglich).

 

Stehend-Anschlag

Hierbei steht man frei und stützt das Gewehr auf die Hand, den Ellbogen in der Hüfte. Als Abschluss des Wettkampfes folgt der

 

Knieendanschlag

Das rechte Knie wird auf den Boden gesetzt, unter dem Rist des rechten Fußes wird durch eine „Knieendrolle“ der Fuß angehoben, sodass die abgeflachte Schuhspitze plan auf dem Boden aufliegen kann. Auf dem angewinkelten linken Fuß wird auf dem Knie der linke Ellenbogen aufgesetzt. Auch hier wird ein Schießriemen benutzt.

Munition

Beim Kleinkaliberschiessen kommt der Munition eine wichtige Bedeutung zu. Sie ist zu einem sehr grossen Teil für die Präzision jedes einzelnen Schusses verantwortlich. Je nach Lauf sind die Unterschiede nicht nur zwischen verschiedenen Munitionsarten, sondern auch zwischen verschiedenen Produktionslosen derselben Munition sehr gross. Darum ist es sehr wichtig, dass Munition und Lauf gut aufeinander abgestimmt sind. 

Wer ein Gewehr mit gutem Lauf besitzt, kann mit praktisch jeder Munition gute Resultate erreichen. Bei einem heiklen Lauf und für das wettkampfmässige Schiessen ist es aber dringend empfohlen, eingeschossene Munition zu verwenden. Es ist durchaus möglich, dass ein Gewehr mit einer unpassenden Munition auf die 10er-Scheibe selbst ab Bock bis in die 8 hinaus schiesst. 

Bei der Luftgewehrmunition ist die Sache einiges einfacher. Es ist Munition mit einem Durchmesser von 4.50 mm und 4.49 mm erhältlich. Hier kann man davon ausgehen, dass jedes Gewehr mit jeder Munition gut trifft. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch hier einschiessen lassen, allerdings sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Losen nicht so riesig wie bei der Kleinkalibermunition. Die meisten Schützen verwenden daher nicht eingeschossene Munition.